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12 einfache Tipps um erfolgreich die Landessprache für die nächste Reise zu lernen – Teil I: vor dem Aufenthalt

12 einfache Tipps um erfolgreich die Landessprache für die nächste Reise zu lernen – Teil I: vor dem Aufenthalt

„Ohne ein Wort Spanisch bist du komplett aufgeschmissen“ – wohl jeder, der die Idee hat, durch Südamerika zu reisen, muss diesen Satz von Bekannten hören. Zumindest erging es mir damals so, bevor ich nach Chile reiste. Um nicht komplett ohne Plan in Lateinamerika zu stehen, experimentierte ich mit allen möglichen Formen um mir die spanische Sprache für den Aufenthalt anzueignen. Meine Erfahrungen habe ich in diesem Blogeintrag in 12 Punkten zusammengefasst.

Warum sollte man überhaupt die Sprache des Reiselandes lernen?

Immer wenn ich auf Reisen war, hatte ich das Gefühl, dass man durch das Kommunizieren in der Landessprache einen viel näheren Kontakt zu den Einheimischen herstellen kann. In vielen Fällen kann man sich zwar auf Englisch oder zumindest mit Händen und Füßen verständigen, aber ein wirkliches Gefühl für das Land und die Menschen bekommt man erst mit der Sprache. Mir scheint es, dass sobald jemand in seiner Muttersprache redet, sich die Mimik und Gestik verändert und die Person auch grundlegend entspannter wird. Dadurch, dass der Gesprächspartner mit der Sprache vertraut ist, kann er mehr er selbst sein – die Fremdsprache zu beherrschen ist also ein absoluter Pluspunkt für alle, die einen authentischen Einblick von den Einheimischen und der Kultur haben wollen.

Vielleicht plant ihr ja auch die nächste Reise und möchtet diesmal das Land und die Menschen ganz ungeschminkt und echt kennen lernen? ConnActivities, also Projekte über die man Einheimische kennenlernen kann, eignen sich dafür natürlich perfekt! Für die meisten der ConnActivities braucht ihr nicht die Muttersprache der Einheimischen zu beherrschen – oft reicht es auch wenn ihr etwas Englisch könnt. Über ein paar Wörter in der fremden Sprache freuen sich die Projektmitarbeiter allerdings sicherlich. Ihr könnt euch von den folgenden Methoden eine Fremdsprache zu lernen, gerne inspirieren lassen. Die Techniken, die ich benutzt habe, kann man dabei jeweils vor, während und nach der Reise anwenden. Zwar beziehen sie sich fast ausschließlich auf meine Erfahrung die spanische Sprache zu lernen, aber die meisten Punkte kann man auch gut für das Erlernen anderer Sprachen anwenden😊

Vor dem Aufenthalt

Bevor ihr ins Flugzeug steigt, könnt ihr schon einiges tun um euer Sprachniveau anzuheben:

1.    Die Systemsprache des Handys umstellen

Der Tipp, der wohl am wenigsten Aufwand bedeutet um ein Gefühl für die neue Sprache zu bekommen, ist, die Systemsprache seines Handys auf die gewünschte Fremdsprache zu ändern. Da man die Bedienung seines Handys im Regelfall in und auswendig kennt, kann man sein Mobilfunkgerät problemlos weiterbenutzen und lernt ganz nebenbei ein paar Vokabeln.

2.    Den Facebook News Feed anpassen

Sei es durch das Abonnieren von Nachrichtensendern des Wunschlandes oder das Folgen von fremdsprachigen Influencern – euer Facebookfeed (oder auch das von anderen sozialen Medien) wird sich durch die Abonnements verändern und die Sprache wird somit bei der täglichen Nutzung der sozialen Medien viel mehr in eurem Leben präsent sein. Wichtig dabei ist nur, dass ihr Accounts oder Seiten folgt, die euch wirklich interessieren. Zumindest war es bei mir so, dass ich solche Seiten nie beachtet habe, an die ich auch auf Deutsch kein großes Interesse gehabt hätte.

3.    Musik hören

Der Punkt der wohl am meisten Spaß macht, ist, seine Musikplaylist um ein paar Songs in der Landessprache des Reiselandes zu erweitern. Da Musik auch einen großen kulturellen Einfluss hat, bekommt man neben der gesungenen Sprache auch ein Vorgeschmack auf die Menschen und die Stimmung des Landes. Die Musik lässt sich jederzeit von unterwegs oder nebenbei hören und lässt sich so auch perfekt im Alltag integrieren.

4.     Medien gezielt nutzen

Egal ob Youtube, Netflix, Podcasts oder Bücher – heutzutage haben wir einen besonders leichten (und meistens auch kostenlosen) Zugang zu den verschiedensten Medien. Wenn man sich in dem Prozess befindet, eine Fremdsprache zu lernen, kann man dieses Angebot daher super für sich nutzen. Wie wäre es denn seine Lieblingsserie das nächste Mal mit Untertiteln zu sehen oder das Lieblingsbuch in der Fremdsprache zu lesen, die man erlernen möchte? Ich habe oft Filme auf Spanisch geschaut, von denen man ahnen konnte, dass der Inhalt keine schwierigen Vokabeln beinhaltet. Meiner Erfahrung nach eignen sich daher Komödien oder Liebesfilme gut. Außerdem hat es für mich auch super funktioniert Bücher zu lesen, deren Geschichte mir sehr vertraut war wie bspw. Harry Potter. Auch hier ist es ratsam, sich nicht zwanghaft ein Buch zu kaufen nur um die Fremdsprache zu lernen, sondern eins, welches einem wirklich anspricht.

5.     Apps zum Sprachen lernen runterladen

Nun kommen wir zu den etwas aktiveren Lernmöglichkeiten. Auch bequem von unterwegs aus anwendbar, ist das Sprachen lernen durch Apps. Duolingo eignet sich dabei besonders gut um die Basics einer Sprache zu lernen. Die App ist umsonst und sehr spielerisch aufgemacht ist, daher hat es mir immer besonders Spaß gemacht damit zu lernen. Mittlerweile hat Duolingo auch einen eigenen Podcast womit man super Hörverstehen üben kann. Für die Personen, die nebenbei einen Sprachkurs machen, eignet sich Quizlet auch sehr gut. Bei dieser App hat man die Möglichkeit sich die klassischen Karteikarten zum Vokabellernen digital selber zu erstellen und kann ungeplante Wartezeiten unterwegs perfekt mit Vokabel lernen füllen. Daneben gibt es viele weitere Apps, mit denen man prima eine Fremdsprache lernen kann.

6.     Treffen mit Muttersprachlern

Warum den Spieß nicht umdrehen und sich bereits in der Heimat mit Leuten aus dem Land, in das man reisen wird, treffen? Das kann z.B. in Form eines Tandempartners geschehen. Ein Tandempartner ist ein Muttersprachler mit dem man sich trifft und der die eigene Sprache lernen möchte. Bei den Treffen geht es darum, dass man sich durch Gespräche abwechselnd in der eigenen und der fremden Sprache gegenseitig die jeweils unbekannte Sprache beibringt.

Neben dem Treffen mit einem Tandempartner gibt es auch die Möglichkeit als Mentor Personen aus dem Ausland zu helfen in Deutschland anzukommen und sich zu integrieren. Das können z.B. Freiwilligendienstleistende oder Auslandsstudierende sein. Ziel bei einer Mentorentätigkeit ist zwar nicht das Erlernen der Fremdsprache, oft haben die Mentees jedoch durchaus Interesse, sich in ihrer Sprache zu unterhalten. Die Mentees, die ich betreute, waren froh zwischen all dem Deutsch sich mal auf ihrer Muttersprache ausdrücken zu können.

Beide Optionen kann ich persönlich sehr empfehlen, da ich zusätzlich immer einen kulturellen Einblick „aus erster Hand“ bekam – und ganz nebenbei können sich auch gute Freundschaften entwickeln 😊

Neben den aufgeführten Methoden eine Sprache zu lernen, kann man natürlich auch – ganz klassisch – in eine Sprachschule gehen. Ich finde, dass man in Sprachschulen vor allem sehr gut die Basics beigebracht bekommt und natürlich auch die Grammatik. Doch wenn man den Stoff nicht anwendet, bringt einem auch die beste Sprachschule nicht viel weiter. Deswegen eignen sich diese Tipps super als Ergänzung zu einem Sprachkurs.

Nun habt ihr verschiedene Anregungen bekommen, wie ihr euch sprachlich perfekt auf die nächste Reise vorbereiten könnt. Probiert gerne die unterschiedlichen Techniken für euch aus, bevor es im nächsten Teil mit weiteren Tipps zum Lernen der Fremdsprache während und nach dem Aufenthalt weitergeht. Viel Spaß dabei! 😊

 

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