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Tiere in Beirut brauchen Hilfe – Volunteering bei libanesischer Tierschutzorganisation

Tiere in Beirut brauchen Hilfe – Volunteering bei libanesischer Tierschutzorganisation

Auf einem Pressetermin für die Neue Osnabrücker Zeitung lernte ich Marlene und Nina kennen, die mir für einen Zeitungsbericht die damals noch neue Plattform connact global vorstellten.

Begeistert von dem Konzept, verfolge ich seitdem gespannt, wie die Plattform wächst und stöbere gern in den immer wieder neu hinzukommenden Projekten.

Nun freue ich mich, einen Textbeitrag zum Blog beisteuern zu dürfen. Als freie Journalistin und Autorin von „tierisch-in-fahrt.de“ reise ich ebenfalls viel, stets auf der Suche nach Tier- und Naturgeschichten. So habe ich schon zahlreiche Tierschutzorganisationen und Auffangstationen dieser Welt besucht. Sie alle können nur existieren, dank der Menschen, die sich ehrenamtlich und mit unglaublichem Elan einsetzen und dank der Unterstützung durch Spenden.

Von einer Organisation, einem Team, dessen Engagement mich besonders beeindruckte, und einem Ort, an dem das Tierleid nach meinem Empfinden besonders groß ist, will ich hier berichten: Ein ganzes Stück außerhalb von Libanons Hauptstadt Beirut liegt die Hundeauffangstation der NGO „BETA – Beirut for the Ethical Treatment of Animals“. Über 500, teils kranke und verkrüppelte Hunde leben hier. Sie wurden vom BETA-Team als ausgesetzte Welpen von umtosten Verkehrsinseln mitten in der Innenstadt gerettet, oder angefahren im Straßengraben gefunden. Einige Hunde wurden von ihren Vorbesitzern angeschossen, mit Benzin übergossen und angezündet oder anders misshandelt. Täglich erreichen Anrufe mit Hinweisen auf schutzbedürftige Tiere, die Organisation. Doch die Auffangstation hat ihre Kapazitätsgrenze längst erreicht.

Als ich die Station besuchte, war ich überrascht, wie fröhlich viele der Hunde hier wirken und dass einige sogar schwanzwedelnd auf mich zukommen und um Aufmerksamkeit buhlen. Dabei haben sie doch unglaublich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Kumar Salman, einer der sieben fest angestellten BETA-Mitarbeiter führt mich über das Gelände, das auf einem sandigen, Pinien-bestandenen Berg in Beiruts Vorort Monti Verdi liegt. Kumar lebt in Beiruts Innenstadt und fährt seit nunmehr zwölf Jahren täglich mit dem Motorrad hinaus zu „seinen“ Hunden. Sie akzeptieren ihn, er hat ein Händchen für sie, kann sie einschätzen und scheinbar auch dazu bringen, wieder Vertrauen zu Menschen zu fassen.

Doch allein, kann er die 500 Hunde nicht versorgen. So ist das BETA-Team über ehrenamtliche Helfer sehr dankbar. Auch eine Wohnung für schutzbedürftige Katzen, sowie ein Auffang für Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel werden von BETA betreut. Als ehrenamtlicher Helfer kann man sich hier in vielen verschiedenen Bereichen einbringen, sei es beim Ausführen der Hunde, in der Tierpflege, in der Öffentlichkeitsarbeit usw..
Detaillierte Informationen zur Mithilfe sowie den Kontakt findet ihr auf betalebanon.org.

Wollt ihr mehr über meine Eindrücke bei BETA lesen dann freue ich mich über euren Besuch auf meinem Blog: tierisch-in-fahrt.de/tierschutzorganisation-im-libanon/
(Text und Fotos: Carolin Hlawatsch)

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